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Placebo-Verum-Interaktionen in klinischen Studien In klinischen Studien werden auch in der Kontrollgruppe – nach Placebogabe – Veränderungen gegenüber dem Zustand vor Therapiebeginn bemerkt. Diese Veränderungen wurden gemeinhin als therapeutische (oder toxische) Wirkung der Placebogabe – als Placeboeffekt – interpretiert. Der placebokontrollierten klinischen Studie liegt das Konzept zugrunde, daß sich der Arzneimitteleffekt auf den unter Placebo beobachteten sonstigen Krankheitsverlauf schlicht aufaddiert. Der „wahre Arzneimitteleffekt“ ergebe sich durch Subtraktion des Placeboeffekts. Diese Subtraktionshypothese (umgekehrt: Additionshypothese) wurde anhand von Studienresultaten widerlegt, die eine Placebo-Verum-Interaktion zeigen. Durch Faktoren wie Informed Consent, Gefälligkeitsauskunft, experimentelle Unterordnung, mangelnde Differenzierungskraft der Erhebungsmethode, Tendenz zu mittelwertigen Angaben, Gruppenangleichung, kompensatorische Zusatzbehandlung in der Kontrollgruppe, einseitige Konditionierungseffekte, kognitive Interaktionen, Störung des Arzt-Patienten-Verhältnisses ist die Reaktion auf eine Placebogabe in Placebo- und Verumgruppe systematisch verschieden1,2,3,4,5. Die Ergebnisse wurden von anderen Wissenschaftlergruppen bestätigt (z. B.6) Der Placeboeffekt – eine kritische Evaluation Literatur
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